Alessandro, 31, from Italy, now in Berlin
“Italien ist ein eindimensionales und engstirniges Land. Man sagt, dass die Deutschen kalt sind. Aber was bedeutet das eigentlich? Wir verwechseln Höflichkeit mit Zuneigung, obwohl sie nur Heuchelei ist. Und wir Italiener sind nicht so einladend wie man denkt. Norditaliener und Süditaliener diskrimieren einander immer noch. Homosexuelle müssen ihrer Identität abschwören. Und unsere Einstellung zu Einwanderern… fangen wir bloß nicht damit an!
Zum Glück ist eine multikulturelle und experimentelle Metropole wie Berlin nur zwei Stunden mit dem Flugzeug entfernt von Zuhause. Ist das nicht toll? Ich beziehe mich nicht auf den Hipster-Müll oder auf das hektische Nachtleben. Berlin verkörpt das 21. Jahrhundert! Wir haben so viel von dieser Stadt zu lernen. Hier kannst du ein echter ‘europäischer Bürger’ sein. Das ist ein Begriff, den wir erweitern müssen. Unsere Staatsangehörigkeiten sind manchmal einfach nur Ballast. Aber durch das Prisma Berlins denke ich, dass ich mich in alle möglichen Richtungen entwickeln kann”
“Italy is a one-dimensional and narrow-minded country. They say that Germans are cold, but what does it really mean? We mistake warmth for affection, whereas it’s just hypocrisy. And we’re not as welcoming as they say. Northern and Southern Italians still discriminate each other. Gay people still have to forswear their identity. And don’t get me started on our attitude towards migrants.
Fortunately, just two hours away from home there’s a multicultural and experimental metropolis like Berlin. Isn’t that great? I’m not referring to the hipster junk or the nightlife frenzy. Berlin embodies the 21th century! We have so much to learn from this city. Here you can really see yourself as an ‘European citizen’, which is a concept we desperately need to broaden. Our nationality sometimes can be a dead weight. But through the prism of Berlin, I feel I can really develop myself.”